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Diese Veranstaltungen haben wir bisher in diesem Jahr angeboten.

Unsere Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Tennisclub, Fußballclub und Karnevalsverein in Rennerod. 09-11.10.2015

Oktoberfest am St.Hubertusplatz

Die erste Hubertusplatz-Gaudi war eine Riesen-Fete

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Damit hat niemand von der neugegründeten Oktoberfestgesellschaft Rennerod in dieser Form gerechnet: Das Zelt platzte aus allen Nähten, das dreitägige Fest wurde zum ungeahnten Erfolg.
Zum ersten Mal „Hubertusplatz-Gaudi“ und jeder weiss, was dies bedeutet: Enorm viel Arbeit in der Vorbereitung und ebenso viel Arbeit für alle Helfer an den Festtagen – und dies bei vollem Risiko, ob und wie eine solch neue Veranstaltung auf dem Hubertusplatz von den Bürgern angenommen wird.
Die Hoffnungen schwankten von „es wird schon irgendwie gutgehen“ bis hin zu „das schlägt voll ein“.
Und die Vertreter der letztgenannten Meinung behielten vollumfänglich Recht.

Solch ein Oktoberfest hat Rennerod noch nicht erlebt, das gesamte Wochenende über war der Hubertusplatz Magnet für unzählige Besucher, die geradezu in einen Fetenrausch verfielen.
So nahmen die erfolgreichen „The Kolbs“ am Freitagabend vor extrem gut besuchtem Festzelt die Besucher mit auf eine musikalische Reise durch viele bekannte Hits, rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin und zeigten die volle Bandbreite ihres Könnens.
Eine grandiose Fete nahm ihren Lauf. Jung und Alt kamen in beste Feier- und Festlaune.
Wenn man nun im Hinblick auf den Fest-Samstag anmerken muss, daß die Eintrittsbändchen nicht ausreichten, weiss jeder, was damit einherging: Das stimmungsvoll und toll beleuchtete Zelt platzte aus allen Nähten, als es die „Blechsauga“ mit ihrem Sound aufmischten.
Das excellente Hachenburger Festbier floss in Strömen, die zahlreich in Lederhosen und Dirndl erschienen Gäste standen auf Tischen und Bänken, feierten sich, das Fest und die Band ausgelassenst bis in die frühen Morgenstunden.
Mehr Oktoberfestgaudi als an diesem Abend geht nicht !

Der dritte Tag des Festes, der Sonntag, begann mit strahlendem Sonnenschein und lockte erneut ungeahnte Menschenmengen auf den Hubertusplatz, um beim Kartoffelfest der katholischen Frauengemeinschaft in kulinarischen Leckereien zu schwelgen und sich im erneut vollbesetzten Festzelt mit Festbier und anderen Getränken von der Oktoberfestgesellschaft verwöhnen zu lassen.
Als dann die „Fidelen Synchronschwimmer“ auf die Bühne kamen und lockere, jung-frische Oktoberfestmusik erklang, kannte die ausgelassene Stimmung erneut keine Grenzen mehr.
Schon wieder standen Viele auf Tischen und Bänken, schunkelten, sangen mit und klatschten begeistert im Takt in die Hände.

Die Oktoberfestgesellschaft Rennerod (Fussballverein, Tennisclub, Karnevalsverein und Kulturkreis) bedankt sich hiermit bei allen Besucherinnen und Besuchern, die dieses bunte Fest ausgelassen und friedlich bei allerbester Stimmung feierten, bedankt sich aber ebenso bei den zahllosen helfenden Händen, ohne die eine solche Veranstaltung garnicht möglich wäre.

Ein ebensolcher Dank gilt den Sponsoren, die durch ihre finanzielle Mitwirkung das Fest zum Erfolg werden liessen.

Gerade dieser Erfolg, die beim Fest tausendfach erlebte Begeisterung, ist Anlass, allen Besuchern zu versprechen: Wir freuen uns mit euch auf die 2. Renneroder Hubertusplatz-Gaudi im Herbst des nächsten Jahres, wenn erneut drei Tage lang die Lederhosen im Zelt krachen !!!!!!!

 

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#ROCKNACHT am St. #Hubertusplatz in #Rennerod.

Der Kulturkreis Hoher-Westerwald e.V. präsentiert auch in diesem Jahr die „ Rocknacht am St.Hubertusplatz“

Um 19.00 beginnen wir mit der Newcomer Band „#Untitled“, hier geben wir einer noch jungen Band die Möglichkeit sich vor dem großen Publikum zu präsentieren und ihre ersten Schritte auf dem Weg zur Rockband zu machen.

Als Vorgruppe :

#UTAH
Mit Ihrem Motto „Get Your A** on the Highway, UTAH’s our Goal“ präsentieren die Jungs Ihre eigeneund starke Komposition von modernem Blues-Rock. Mit starken und prägnanten Riffs zeigen die
Musiker wie handgemachter Rock geht.

Als Hauptact sehen Sie dann gegen 22.00 Uhr : #Slight-Flavor

Die Vollblutmusiker, die bereits seit mehreren Jahrzehnten in den verschiedensten Stilrichtungen ihr musikalisches Können unter Beweis stellen, sorgen für echtes Gänsehautfeeling auf Ihrer Veranstaltung!

Slight Flavor hat seit 1991 sowohl in Deutschland als auch im benachbarten Ausland bei diversen Veranstaltungen mitgewirkt. Die Band hat mit Musikgrößen wie Fury in the Slaughterhouse, Extrabreit, Fools Garden u. a. zusammen auf der Bühne gestanden. Neben Clubgigs, Festivals, privaten Feiern, Zeltveranstaltungen und Firmenevents konnte man die Band auch bereits live im Radio bei hr3 hören. Das Repertoire von Slight Flavor umfasst die großen Rockklassiker von AC/DC bis Deep Purple, von Alanis Morissette bis P!nk. Neben den typischen Rockklassikern bietet Slight Flavor eine Vielzahl von Stilrichtungen, wie z. B. Ska, Blues oder Soul. Die Band zeichnet sich besonders durch ihren mehrstimmigen Gesang aus, zu dem neben den Sängern auch zum Teil die Musiker beitragen.

Auch als reine „Acoustic“ Band können Sie Slight Flavor buchen. Hier werden die größten unplugged Songs aller Zeiten zum Besten gegeben. Das Gänsehautfeeling ist dem Zuhörer sowohl in der Unplugged- als auch in der Rockversion von Slight Flavor garantiert!

Mit diesem spannenden Programm und ein wenig gutem Wetter wird unsere #Rocknacht sicherlich wieder ein voller Erfolg.

Natürlich hat der Kulturkreis für Getränke und gutes Essen gesorgt, so daß alle Sinne befriedigt werden.

Wir freuen uns mit Ihnen auf eine tolle Rocknacht an unserem St. St Hubertusplatz in Rennerod.

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Die Lange Picknicktafel am 28.06.
Ein gemeinsames Picknick bei tollem Wetter und guter Musik mit den Tastenquälern und dem Duo Saitenwaise. Eine Veranstaltung die wir sicher nächstes Jahr wiederholen werden. 80- 90 Anwesende konnten einen schönen Sonnentag am St.Hubertusplatz in Rennerod verbringen.

Der Kulturkreis Hoher Westerwald präsentiert am 19.06.2015 die „Quintettsolisten“ der Deutschen Oper Berlin in der Ev. Kirche Emmerichenhain. Die Musiker verwöhnen Sie mit Meisterwerken der Klassik und Romantik in der wunderbar passenden Akustik dieses mittelalterlichen Bauwerk.
Die Quintettsolisten der Deutschen Oper Berlin bestehen seit 1994. Erleben sie ein großes Spektrum an Kammermusik aus unterschiedlichen Stilepochen . Lassen Sie sich verzaubern von Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. Ein Highlight ist die Erweiterung mit Klavier, Streich- und Blasinstrumenten bzw. Gesang und auch bewusst Kammermusikwerken, die aufgrund ihrer unkonventionellen Besetzung relativ selten zur Aufführung gelangen.

Konzertbeginn 20.00 Uhr , Abendkasse Eintritt 10,-€

Rennerod: „Guitarra Latina“: Rhytmische Klänge mit Salsa Tango und Samba.

Der Kulturkreis Hoher Westerwald lädt am 06.06.2015 ab 19.00 Uhr zu einer weiteren Attraktion am St. Hubertusplatz ein.

„Guitarra Latina“
Die langjährigen Weggefährten, bestehend aus den besten Musiker der Latin Szene treten in der Formation „Kai Heumann´s Proyecto Guitarra Latina“ für Sie auf dem St.Hubertusplatz auf.

Lassen Sie sich verzaubern von Gitarre, Percussion, Bass und Gitarre.
Lauschen Sie Kompositionen von Tito Puente, Antonio Carlos Jobim, Luis Bonfra, Hector Villa Lobos, Mariano Mores Astor Piazzola und Kai Heumann. Lassen Sie sich von Salsa, Tango und Samba in das lateinamerikanische Lebensgefühl entführen.

Mit der Musik der Künstler, verwandelt sich der St. Hubertusplatz in die Open Air Bühne eines unwiederbringlichen Musikerlebnis mit temperamentvollen Vollblutmusikern.

Natürlich sorgt der Kulturkreis Hoher Westerwald auch für die Versorgung mit Speisen und Getränken durch unsere Partner.

Beginn der Veranstaltung 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Spenden sind natürlich willkommen.

„Jazz meets St.Hubertus“ – Erster Jazz-Frühschoppen auf dem neuen Stadtplatz

Kulturkreis Hoher Westerwald bietet musikalisches Pfingsterlebnis in Rennerod.

Rennerod. Das Jazzquartett „Jazz 4you“ eröffnet in diesem Jahr am Pfingstmontag, 25. Mai 2015 mit einem Jazzfrühschoppen den Kultursommer des Kulturkreis Hoher Westerwald. Der neue zentrale grosse Platz vor der katholischen Kirche verwandelt sich an diesem Tag in eine Open-Air-Jazz-Bühne und der Kulturkreis Hoher Westerwald erhofft unter grosser Beteiligung der Bevölkerung mit diesem Event eine Tradition anzustossen. Nach dem Gottesdienst in der Pfarrkirche „St. Hubertus“ werden Guillermo Banz (Schlagzeug), Johannes Pfeifer (Kontrabass und Gesang), Walter Siefert (Piano) und Friedhelm Schneider (Saxophone/Querflöte) ab 11.30 Uhr mit ihren selbst interpretierten Arrangements von Jazz-Standards den Hubertusplatz mit einer sinnlich genussvollen Atmosphäre füllen. Dem Jazzquartett gelingt es, mit den Klängen akustischer Instrumente und abgewogener Lautstärke ein differenziertes Klangerlebnis zu bieten. Die westerwälder Formation, die Musiker kommen aus Friedewald, Hachenburg und Wissen, spielt Klassiker des Jazz in Perfektion. Gekonnt arrangierte Songs von Miles Davis über John Coltrane bis zu Herbie Hancock erinnern sehr schnell an den Bar- und Clubsound der 50-er und 60-er Jahre. Dabei wird schnell klar, dass die vier Musiker nicht einfach ihr Programm „abspulen“, sondern jeden Titel mit sehr viel musikalischer Hingabe und Herzblut spielen.
Die kulinarische Note darf bei diesem Jazz-Frühschoppen natürlich nicht fehlen und wie selbstverständlich sorgt der Kulturkreis Hoher Westerwald für ein vielfältiges Getränke- und Speisenangebot während dieses Konzerts.
Jazzfrühschoppen mit ‚Jazz 4you‘
Hubertusplatz Rennerod
Pfingstmontag 25.5.2015 ab 11.30 h
Veranstalter: Kulturkreis Hoher Westerwald

Rennerod. „Helden und Legenden“ so lautet das Motto des Kultursommers
Der Kulturkreis Hoher Westerwald
präsentiert im Rahmen des Kultursommers erstmals im
Feuerwehrgerätehaus Rennerod am 8. Mai 2015 das Pop-Märchen ‚ Helden…
voll durch’s Feuer‘ mit dem Chapiteau-Theater alias Manfred Kessler aus
Burgschwalbach.
Der Plot des tragischen Geschehens in ist schnell erzählt:
Im Mittelpunkt des Szenarios steht ein braver
Feuerwehrmann, der zwischen Himmel und Hölle, Minderwertigkeit und
Grössenwahn, hin- und hergerissen ist. Die multimediale Show zeigt den
Schauspieler Manfred Kessler in verschiedenen Rollen und lässt auf der
Bühne des Feuerwehrgerätehauses Rennerod eine bunte Mischung aus
Volkstheater und Comedy entstehen.
Erzählt wird von dem Heinz Schmelzenbach, schwankend zwischen
Pflichterfüllung und unerfüllten Heldenträumen. An seinem 25 Dienstjubliläum
schickt ihm der Himmel einen Weggefährten,den als Brandstifter bekannten ‚Roten Hahn‘.
Ausgerechnet dieser ungleiche Geselle soll ihm zu seinem Traum von Ruhm und Ehre
verhelfen.Das Spiel beginnt und das Publikum wird mitgerissen auf den Weg
zweier Menschen auf der Suche nach dem Happy End.

‚Helden… voll durch’s Feuer
Chapiteau Theater

Freitag 8. Mai 2015
Eintritt frei / Spenden willkommen

Damit es nicht verloren geht …‘ Gregor Immig liest seine Läusertgeschichten in Sims Werkstatt

Rennerod. Jeder Mensch ist ein potentieller Zeitzeuge. Egal wann und wo er geboren wird, er erlebt Geschichte. Das eigene Erleben ist der grundlegende Zugang zur Zeitgeschichte. Das Leben besteht aus Erinnern, denn ohne Erinnern ist eine persönliche Identität nicht möglich. Zeitzeugen haben etwas mit eigenen Augen gesehen, mit eigenen Ohren gehört, es geschmeckt, gerochen oder am eigenen Leib erfahren. Jedoch nimmt auch jeder Mensch andere, subjektiv bedeutsame Ausschnitte der Wirklichkeit wahr und misst ihnen vor dem Hintergrund seiner bisherigen sozialen Erfahrungen Sinn bei. Der Vorgang des Erinnerns ist ähnlich selektiv wie die der Wahrnehmung. Wenn diese Erinnerungen dann noch aufgeschrieben werden, bleiben sie dauerhaft aufrechterhalten und können weitergeben werden.

Der Impuls und der Anlass zum Aufschreiben der eigenen Geschichte ergab sich für Gregor Immig durch die Geschehnisse um die Terroranschläge am 11. September 2001. Konträr dieser schrecklichen Dimension von Gewalt verspürte er das Bedürfniss, seine im Rückblick und in der heutigen Wahrnehmung behütete und ungezwungenen Jugend aufzuschreiben und in erster Linie für seine Kinder nachempfindbar zu machen. Das er damit dem Ort der Geschehnisse, der heutigen Stadt Rennerod, ein historische Facette beifügt und erhält  ist ein kleiner aber bedeutender Nebeneffekt für die örtlichen Geschichtsschreibung.

Der Raumausstattermeister Gregor Immig, Sohn eines selbstständigen Kaufmanns in Rennerod, nennt Menschen, Dinge und Handlungsorte im wahrsten Sinne des Wortes beim Namen und manche Beschreibung wirkt fast illusionär, wenn man die eine oder andere Begebenheit in der heute gewandelten Zeit in Augenschein nimmt. So bzw. in der detailierte Beschreibung der Lebensverhältnisse eines Nachbarn: „Seit Jahrzehnten wurde an diesem Haus nichts mehr verändert. Der Nachbar war schon ein alter Mann, dem im ersten Weltkrieg nach einer schweren Verletzung eine Silberplatte in den Schädel eingesetzt worden war, um das sonst nur von einer dünnen Haut bedeckte Gehirn abzudecken.“

 

Die Dramaturgie stellt sich unter dem Motto: „Was stellen wir heute an ?“ wie von selbst ein. Gregor Immig beschreibt mit der ihm eigenen humorvollen Art die Erinnerungen seiner Jugend: Der Nachbar Burk wurde „von uns die Unruh genannt und die Unruh hörte nicht besonders gut“. Allein dieser Auszug lässt weitere Schilderungen erahnen. Es spiegelt sich die Alltags- und Sozialgeschichte der 60iger und 70iger Jahre wieder und eröffnet gleichzeitig den genauen Blick auf das historische Lokalkolorit, die Menschen und Verhältnisse seiner Heimatstadt, eine wichtige Quelle für die Stadtgeschichte.

Dass sich in Rennerod ein Bürger mit seinen aufgeschriebenen Erinnerungen der Öffentlichkeit stellt, sie selbst vor Publikum liest, ist vorbildhaft und könnte eine Initiative für das örtliche autobiografische Schreiben auslösen, um Geschichtsschreibung und eine evtl. Sammlung lebensgeschichtlicher Manuskripte in Rennerod beispielsweise zur 800 Jahrfeier der Stadt im Jahre 2017 zu installieren.

In der Reihe Rennerod liest:

Läusert-Geschichten von Gregor Immig

Samstag, 11. April 2015, 19.00 Uhr
Reservierung erforderlich

Antiquariat und Buchhandlung Lang
Sims Werkstatt
Hauptstrasse 71
56477 Rennerod

Tel. 02664-227
antiquariat-lang@t-online.de

Blind Date in Sims Werkstatt

Die erste Annäherung an einen Menschen ist die Wahrnehmung des Gegenübers: Die Körpersprache der ersten Begegnung, der berühmte erste Eindruck, der erste Blickkontakt. Wir kommunizieren nicht nur über Sprache, sondern natürlich auch über unseren Körper. Wir lernen andere Menschen vor allem und zu aller erst auf Grund ihrer nonverbalen Kommunikation kennen. Doch im Zeitalter der Vernetzung scheint die direkte Kontaktaufnahme schwieriger zu werden. Viele vermissen trotz oder gerade wegen der digitalisierten Welt, eine unmittelbare menschliche Begegnung, eine Nachbarschaft im Miteinander.

Wir sind auf Gemeinschaft angelegt und dass wir kommunizieren, denn erst dadurch kommen wir zum Kern unseres Selbst, der Andere dient uns als Spiegelbild. Gerade deshalb besitzen wir von Natur aus mehr als 100.000 Körpersprachsignale. Beeindruckend, aber vergessen wir nicht:  Auf Menschen zuzugehen, ein Gespräch zu entfalten, Sympathien zu gewinnen sind Fähigkeiten, die uns die virtuelle Welt entwöhnt. Die Voraussetzung für das kommunikative Miteinander erfordert heute ein Training und just das, wovon derzeit so oft die Rede ist: Acht- und Bedachtsamkeit.

Die Ausstellung ‚Augenblicke – Momente der Begegnung ‚ in Sims Werkstatt zeigt diese Achtsamkeit und viele Momente der Begegnung. Ein Foto, ein Scherenschnitt: Zwei verschiedene Arten, sich künstlerisch einem Gesicht anzunähern, den Menschen in verschiedenen Facetten abzubilden, seine Persönlichkeit in diesen künstlerischen Techniken zu erfassen. Die Scherenschnittkünstlerin Christiane Steitz und der Fotograf und Prof. für Filmgestaltung Harald Pulch wollten aber noch mehr: Ein ganzes Stadtviertel durch die Porträts seiner Bewohner lebendig werden lassen.

Sie starteten in einem innerstädtischen Wohnviertel in Wiesbaden einen Aufruf und suchten 25 „Modelle“ zwischen 7 und 85 Jahren aus den verschiedensten Berufen, Lebenszusammenhängen und Herkunftsländern. Die Teilnehmer des Projekts von der Musikstudentin bis zum Antiquar wären sich wohl nie begegnet, erst das Projekt führte sie zusammen ins Gespräch.

Die Fotos von Prof. Harald Pulch, direkt auf der Strasse des Wohnviertels entstanden, wirken in hohem Masse ehrlich, ungeschminkt, zeigen authentisch die Sprache des menschlichen Gesichtes und seiner jeweiligen Geschichte. Für ihre filigranen Scherenschnitte dagegen suchte Christiane Steitz mit den Teilnehmern nach Fotos aus alten Familienalben. Oft zeigen diese alten Fotos einen längst vergangenen Moment, ein Stück Kindheit oder Jugend oder sie erweitern den Blick auf die Familie. Die Technik des Scherenschnittes betont diesen Aspekt der zarten Erinnerung. Sie konzentriert sich auf den emotionalen Ausdruck und die Beziehung der Personen untereinander. Das Porträtfoto von Prof. Harald Pulch zeigt demgegenüber einen Augenblick der Begegnung in der Gegenwart: Fotografie und Scherenschnitt zusammen nähern sich so auf unterschiedlichste Weise der Person und zeigen die Feinheiten der Persönlichkeit.

Fragen, Begegnungen und Gespräche an die Künstler gibt es sicherlich bei der Eröffnung der Ausstellung am 20. März 2015 um 19.00 Uhr in Sims Werkstatt genug.  Durch die Konfrontation mit den Bildern der Personen entsteht für die Besucher der Vergleich mit der eigenen Geschichte und dem Blick auf die eigene Umgebung und evtl. sogar der Wunsch auf ein neues ähnliches Projekt in Rennerod. Die Künstler stehen bei der Ausstellungseröffnung zum Gespräch zur Verfügung!

Ausstellung: Augenblicke
                    Momente der Begegnung
                    Scherenschnitt Christiane Steitz
                    Fotografie Harald Pulch

                    20. März bis 17. Mai 2015 

                    Buchhandlung & Antiquariat Lang
                    Sims Werkstatt
                    Hauptstrasse 71
                    56477 Rennerod

                    Führungen nach Vereinbarung
                    Tel. 02664 – 227
                    antiquariat-lang@t-online.de

                   Ausstellungseröffnung: 20. März 2015, 19.00 Uhr
                   Die Künstler sind anwesend

Rennerod. Eine Frau mit verschränkten Armen und Beinen sitzend vor einem geöffneten Buch: posierend und doch dem Betrachter abgewandt und vertieft in die Lektüre. Eines der Bilder aus der Ausstellung  mit Zeichnungen und Gemälden von Hansgeorg Jekat zum Thema: ‚Frauen, die lesen sind gefährlich‘ im Kunstkabinett ‚Sims Werkstatt‘ der Buchhandlung Lang in der Hauptstrasse in Rennerod.

Heikel wird es für den Betrachter, wenn die lesenden Frauen den Blick des Gegenübers suchen, wie bei dem Bild von Anne Frank. Ihre Darstellung mit dem mit beiden Armen umklammerten Tagebuch richtet den Augenblick der festen Entschlossenheit direkt an den Besucher der Ausstellung. Rechts von ihr zur Seite stehend Sophie Scholl, willensstark und handelnd. Mittig im Bild als verbindendes Element zeigt der Maler Jekat die Flugblätter, die Sophie Scholl 1943 zu Hunderten in den Lichthof der Münchner Universität hinunterflattern ließ. Frauen, die weder Macht noch Einfluß hatten, dennoch bedeutsam für die Geschichte wurden, weil sie Stellung bezogen und für ihre Haltung in den Tod gingen. Die entsprechende Literatur zu den historischen Ereignissen liegen während der Bilderschau für den Interessierten auf einem seperaten Büchertisch zur Information ergänzend bereit.

Die Exponate von Hansgeorg Jekat erzählen nicht nur geschichtliche Zusammenhänge, sondern zeigen dem Besucher auch, das lesende Frauen schön, aufregend und spannend sind. Jedoch nicht leicht zu erobern wie das Acrylgemälde ‚Lesende Künstlerin‘ erahnen lässt. Lasziv in halb liegender, halb sitzender Stellung, eine Decke über den wohl nackten Körper gebreitet, präsentiert sich die Lesende in entspannter Atmosphäre. Das Bild in Anlehnung an ein Gemälde des expressionistischen Malers Erich Heckel strahlt voller Ungezwungenheit und Natürlichkeit.

Die Ausstellung hat bereits viele Besucher aus dem Umland angelockt, die Resonanz ist überwältigend und daher die Präsentation in Sims Werkstatt noch bis einschließlich 8. März 2015 täglich mit freiem Eintritt geöffnet. Bei Bedarf und vorheriger Anmeldung führt sogar der Maler Hansgeorg Jekat selbst durch die Ausstellung.

Frauen, die lesen sind gefährlich

Zeichnungen, Graphiken, Bilder
von Hansgeorg Jekat

 

 

 

 

Verantaltungskalender 2015

 

Kulturkreis startet mit viel Pfeffer und „mit einer Brise Zimt“  ins neue Jahr 2015

Rennerod. – Mit vollem Elan stürzt sich der Kulturkreis Hoher Westerwald (KHW) ins neue Programm für das Jahr 2015: Bereits am 31. Januar gibt es bei hoffentlich klirrender Kälte einen feurigen „Liberia-Abend“ in Sims Werkstatt. Rudolf Janke aus Wiesbaden, Gründer und Initator eines Entwicklungshilfe-Projekts, führt mit Bildern, Filmen und Geschichten die Zuhörer nach Westafrika “ … dahin, wo der Pfeffer wächst“. Eine Woche später am gleichen Ort interpretiert Hansgeorg Jekat vom Hofgut Dapprich mit Zeichnungen und Acrylmalerei die Kopien alter Meister unter dem Thema „Frauen die lesen, sind gefährlich“. Während dieser Ausstellung gibt es unter dem Motto „Rennerod liest !“ eine Premiere: Gregor Immig liest unter der Moderation von Achim Öchsner zum ersten Mal seine „Läusertgeschichen“ vor Publikum. Subjektiv und lokal werden dann auch die Scherenschnitte und Fotografien von Christiane Seitz und Harald Pulch aus Wiesbaden die Besucher ihrer Ausstellung „Augenblicke“ von März bis Mai in Sims Werkstatt berühren. Im April stellt Bea Binder (Hirtscheid) dort ihr neuestes Buch „Die Lügenbrücke“ authentisch und dem ihr eigenen Temperament vor.

Gleich zu Beginn des Sommers startet dann auch der Kultursommer 2015 des Kulturkreises Hoher Westerwald mit der Theatershow „Einer geht durch’s Feuer“ im Feuerwehrhaus von Rennerod. Am Pfingstmontag beginnt tradionell die Freiluftsaison auf dem Hubertusplatz. „Jazz for you“ ein musikalischer Frühschoppen der besonderen Art, gleich nach dem Gottesdienst, lässt viele bestimmt neugierig werden. Musikalisch geht’s weiter: Lateinamerikanische Klänge werden am 6. Juni mit „Guitara Latina“ das Sommerfeeling auf dem Platz vor der Kath. Pfarrkirche „St. Hubertus“ entfalten. Ganz anders sicherlich das Konzert der ‚Quintettsolisten‘ der Deutschen Oper Berlin am 19. Juni in der Evangelischen Kirche in Emmerichenhain. Die fünf Musiker spielen Meisterwerke der Klassik und Romantik, ein besonderes Erlebnis im mittelalterlicher Bauwerk.

Ein geselliges Picknick umrahmt vom Gitarrenduo „Saitenweise“ am 28. Juni wird mit einer langen gedeckten Tafel das Publikum zum Hubertusplatz in die Mitte von Rennerod locken. Hier warten einige Überraschungen auf das Publikum. Ganz eigenwillig sind dann die Skupturen und plastischen Malereien des jungen Malers Immanuel Birkert von der Uni Mainz, die ab Juli in Sims Werkstatt zu sehen sind. Dazu wird der Platz vor der Werkstatt und die Wohnstraße Am Markt im August mit der „Irish Folk- und Countrymusik“ zum offenen Tanzen einladen. Zugleich Eintanzen und eine Probe zur traditionellen „Rocknacht“ des Kulturkreises Hoher Westerwald auf dem Hubertusplatz am 15. August 2015.

Vielversprechend auch der Titel der Ausstellung ‚Alles was geht, alles was kommt‘ mit Zeichnungen und Skulpturen von Reiner Coura in der Sims Werkstatt. Bereichert wird diese Ausstellung durch eine Lesung von Angelika Coura in der Reihe „Rennerod liest“, sehr persönlich, intern, fast intim … . Im November installiert Titus Grab mit alten Werkzeugen aus der ehemaligen Klempnerei eine ganz andere Werkstatt, wieder zuerkennen und doch ganz anders, umrahmt dann auch von einer lokalen Lesung aus der Zeitgeschichte Rennerods.

Und am Jahresende das Highlight des Programms: „Eine Brise Zimt …“ – das Weihnachtskonzert in der Westerwaldhalle mit der international bekannten Sängerin Pe Werner und der Big Band der Deutschen Oper Berlin! Pe Werner, die Songpoetin wird mit ihrer neuen CD jeden Besucher an das „Kribbeln im Bauch, das man nie mehr vergisst …“ erinnern. Und natürlich beendet die „Lange Kurzfilmnacht“ am 21.12.2015 das Kulturjahr in Rennerod.